"Das Hirtelein am Krippelein" – ein etwas anderes Krippenspiel
In diesem Jahr haben sich die beiden Jungscharen der evangelischen Kirchengemeinde in Marienheide mit dem Krippenspiel beschäftigt. Allerdings spielt man nicht wie sonst die Weihnachtsgeschichte, sondern ein „Stück im Stück“. „Das Hirtelein am Krippelein“ heißt das Krippenspiel, geschrieben von Harry Voß. Wohinter man eher ein altmodisches Krippenspiel vermutet, steckt sehr viel mehr. Tatsächlich will "Adelheid", die Kindergottesdienstleiterin, ein sehr altmodisches Stück aufführen, in dem sich die Verse reimen. Durch einen plötzlichen Ausfall des Verkündigungsengels gerät das Stück ins Wanken und Adelheid braucht schnell einen Ersatz. Hier findet sich der "Schlunz", ein Junge, mit dem sich die Jungscharen länger beschäftigt haben. Er ist ein frecher Junge, hinterfragt viele Dinge und eignet sich im Grunde überhaupt nicht für die Rolle eines Engels. Doch dadurch, das keines der anderen Kinder den Engel spielen möchte und die Zeit knapp ist, spielt der Schlunz kurzerhand den Engel. Während der Aufführung gehen viele Dinge schief, der Schlunz stiftet Verwirrung. Doch im Grunde bringt er es auf den Punkt: anstatt sich strikt an den Text zu halten, bringt er die Hauptaussagen des Textes klar und deutlich zum Vorschein: Weihnachten ist nicht nur bei den Reichen, sondern besonders bei den Armen und Einsamen. Auch wenn der Schlunz die Dinge nicht gerade vornehm formuliert: die Botschaft kommt an.
Am 23. Dezember fand die Generalprobe statt, die von einigen Leuten besucht wurde. Ein besonderes Highlight war der Besuch von Harry Voß, der sich am Ende noch mit allen Kindern fotografieren ließ. Zur Freude von alt und jung wurde das Stück dann noch im Seniorenzentrum in Marienheide vorgeführt.
Die Proben des Stückes haben immer viel Spaß und Freude, aber auch Arbeit mit sich gebracht. Unter der Leitung von Anja Berger und Natalie Enns haben die Darsteller geübt, laut und deutlich genug zu sprechen und sich ganz in ihre Rollen einzufühlen. Dank der Technik, die dank Patrick Hund, Remi Hundt und einigen Jungscharkindern meistens super funktioniert hat, liefen Dinge wie Mikrofone und Licht fast von alleine. Für die Kostüme, die teilweise wirklich lustig waren, war Regina Hennig zuständig, was den anderen Mitarbeitern viel Arbeit abnahm. Die zwei Lieder, die im Krippenspiel gesungen wurden, haben sich dank Christine Weyda sehr gut angehört.
Alina Hennig





